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Rechtsanwälte Johann

Herzogstraße 32
42103 Wuppertal

Tel.: 02 02 45 48 44
Fax: 02 02 45 39 35
info@rechtsanwalt-johann.de

Arbeitsrecht


Das Arbeitsrecht ist sehr vielschichtig, daher ist eine umfassende Darstellung nicht möglich. Der häufigste Fall ist sicherlich die Kündigungsschutzklage. Daher haben wir die Fragen, die am häufigsten auftauchen kurz für Sie zusammengefasst.

1. Ich bin gekündigt worden, was nun?
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht zu erheben. Eile ist also geboten.

2. Wann ist die Klage erfolgreich?
a) wenn ein formeller Fehler vorliegt (die Kündigung ist z.B. nicht ordnungsgemäß zugegangen oder die Kündigungsfristen sind nicht eingehalten worden),
b) bei verhaltensbedingten Kündigungen steht dem Arbeitgeber ein Kündigungsrecht nicht zu, wenn das Verhalten nicht zutreffend dargestellt oder nicht wirklich schwer ins Gewicht fällt.
c) bei betriebsbedingten Kündigungen, wenn die Sozialauswahl nicht zutreffend war oder wenn gar kein betriebliches Erfordernis besteht.

3. Kann ich mich immer auf das Kündigungsschutzgesetz berufen?
Leider nein, das Kündigungsschutzgesetz gilt nur für Betriebe, die vor dem 31.12.03 mehr als 5 Arbeitnehmer beschäftigt haben, von denen auch zum jetzigen Zeitpunkt noch mehr als 5 dort arbeiten und das eigene Arbeitsverhältnis bereits vor diesem Stichtag begann. Für Arbeitsverhältnisse, die ab dem 1.1.04 begründet wurden gilt, dass mehr als 10 Arbeitnehmer in dem Betrieb beschäftigt sein müssen.

4. wenn ich gewinne, bekomme ich dann eine Abfindung?
Grundsätzlich klagt man auf Weiterbeschäftigung, so dass bei einem Erfolg das Arbeitsverhältnis ganz normal weiterläuft. Oftmals einigen sich die Parteien aber vor Gericht aber auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung.

5. Wie hoch ist die Abfindung?
In der Regel bekommt man pro Jahr Betriebszugehörigkeit einen halben Monatslohn.

6. Wird die Abfindung auf das Arbeitslosengeld angerechnet?
Nur wenn die Kündigungsfristen nicht eingehalten worden sind.
Bsp.:Am 15.02.06 einigen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber außergerichtlich auf die Auflösung des Arbeitsverhältnisses zum 31.03.06 gegen Zahlung einer Abfindung in Höhe von 5000?. Die Kündigungsfrist wäre aber bis zum 31.05.06 gelaufen. Für diese zwei Monate wird die Abfindung nun angerechnet, so dass der Arbeitnehmer faktisch nichts von dieser Regelung hat.

Daher Achtung bei Aufhebungsverträgen!

7. Wie lange dauert der Prozess?
Meistens kommt es innerhalb von vier Wochen zu einem sogenannten Gütetermin, bei dem versucht wird, sich zu einigen. Oft gelingt dies, so dass dann der Prozess bereits hier beendet ist.

8. Wer zahlt meine Auslagen?
Im Gegensatz zu einem ?normalen? Zivilprozess muss in der 1. Instanz jede Partei ihre Kosten selber tragen, unabhängig vom Verlauf des Verfahrens. Sofern eine Rechtsschutzversicherung besteht, übernimmt diese die Kosten. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe. s.auch Gebühren

9. Wie hoch sind die Kosten, wenn ich sie selber zahlen muss?
Dies richtet sich nach dem Streitwert und lässt sich nur bei einer persönlichen Beratung klären. Die Frage nach den entstehenden Kosten ist im Übrigen unverbindlich und wird von uns selbstverständlich nicht berechnet.

10. Was steht mir bei Beendigung noch zu?
Sie haben das Recht auf ein richtiges und qualifiziertes Zeugnis und die Rückgabe Ihrer Arbeitspapiere.